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Nein zum neuen AKW Mühleberg
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Wohin mit dem Atommüllberg?

Atomabfall

Radioaktive Abfälle gefährden durch ihre Strahlung Mensch und Umwelt. Da die radioaktive Strahlung über Tausende von Jahren anhält, ist die hermetisch abgeschlossene Lagerung eines der grössten Probleme der Atomindustrie. Geeignete Lagerstätten müssen nicht nur strahlungssicher sein, sondern auch dem Umstand Rechnung tragen, dass politische Verhältnisse sich ändern. Niemand weiss, wie unser Gesellschaftssystem in tausend Jahren aussieht und welche Folgen dies für den Zugang zu hochgefährlichen Substanzen haben kann. Ebenfalls ungelöst ist die Frage, wie das Lager so lang verständlich gekennzeichnet werden kann. Die 3000 Jahre alten Hieroglyphen der Ägypter konnten nur wegen eines Zufallsfundes entziffert werden.

Zwischen 1969 und 1982 wusste die Schweiz nichts besseres, als den radioaktiven Müll ins Meer zu versenken, von wo die Strahlung möglicherweise via Nahrungskette auf unserem Teller landet. Seit dem Verbot der Versenkung im Meer wartet der Atommüll in einem oberirdischen Zwischenlager in Würenlingen AG und in Lagern neben den Atomkraftwerken.

Verschiedene Anläufe für ein unterirdisches Atommülllager sind bisher am lokalen Widerstand gescheitert; 2002 am Wellenberg zum letzten Mal. Seither hat man das Gesetz geändert: Das Kernenergiegesetz von 2003 schreibt die "geologische Tiefenlagerung" vor und entzieht dem lokalen Widerstand das Vetorecht. Da die Nagra (Nationale Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle) mit ihren Entsorgungs-Plänen bisher gescheitert ist, wurde das Dossier dem Bundesamt übergeben. Nach dem Ja des Bundesrates zum Entsorgungsnachweis im Jahr 2006 wurde der "Sachplan geologische Tiefenlager" als neue Suchmaschine für ein Atommülllager in Gang gesetzt. Damit soll der "beste" Standort für ein Lager gefunden und ums Jahr 2012 festgelegt werden. Das Lager soll bis in 40 Jahren fertig sein. Testversuche in potenziellen Gesteinsformationen wie Opalinuston im In- und Ausland bringen immer wieder neue Probleme ans Tageslicht.

Factsheet: Atomabfälle und Gesellschaft

Factsheet: Umgang mit radioaktiven Abfällen


Die Ereignisse haben uns eingeholt. Wir sind berührt und betroffen vom Unglück, dass die Naturgewalten in Japan ausgelöst haben und von der atomaren Katastrophe. An verschiedenen Orten wird mit Mahnwachen an die Menschen in dieser schwierigen Situation gedacht.
Wir fordern damit auch, dass in der Schweiz aus dieser Katastrophe etwas gelernt wird.

48.8 % sprechen sich gegen ein neues AKW in Mühleberg aus!

Das Resultat der Konsultativabstimmung zeigt: In der Bevölkerung schwindet die Akzeptanz für neue Atomkraftwerke.

Wir danken allen ganz herzlich, die uns in dieser intensiven Kampagne unterstützt haben – sei das beim Flyern auf der Strasse, finanziell oder mit kreativen Aktionen.

Damit sich bis 2013 der Wind ganz dreht, geht es im Mai gleich weiter mit dem Menschenstrom gegen Atom. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen dort!

NEWS:

Wohin mit dem Atommüll? Die Antwort im Kurzfilm.

Dienstag 18.1. Radiosendung “Rendez-vous” auf DRS1 zum geplanten AKW

ee-news: Die Newsplattform für erneuerbare Energien

Atommüll-Zwischenlager in Mühleberg!

Photovoltaik in der Schweiz: Netzparität in Reichweite. Laut einer Studie wird Deutschland 2012 die Netzparität für Solarstrom erreichen. Dies wegen sinkender Preise für PV-Module und Rohstoffe sowie steigender Preise für herkömmlichen Strom. Wie aber sieht die Situation in der Schweiz aus?

Niemand will den Atommüll: Die Kantonsregierungen von Aargau, Ob- und Nidwalden wollen kein Tiefenlager auf ihrem Gebiet. Gleichzeitig setzen sie auf neue AKWs. Diese Haltung ist widersprüchlich und zeigt ein grosses Problem auf: Niemand will den Atommüll im eigenen Garten!

Der Regierungsrat bestätigt in seiner Antwort auf eine überparteiliche Interpellation, dass ein neues AKW ein finanzielles Risiko darstellt. Die Kosten bewegen sich laut Fachpersonen zwischen 9 und 15.7 Milliarden Franken. Im Fall einer Unterfinanzierung des Baus ergeben sich – gemäss Regierungsrat – verschiedene Risiken, die auch von den Steuerzahlenden mitgetragen werden müssten. Mehr dazu hier.

Am 10.12. hat der Bundesrat entschieden, die Einspeisevergütung für Solarstrom ab 2011 um 18% zu senken. Gleichzeitig wird der Anteil des Solarstroms am KEV-Fördertopf von 5% auf 10% verdoppelt.
Damit kann der Bau von Solaranlagen von 30 MW auf 70 MW pro Jahr wachsen. Bereits 2009 wurde 66% mehr Solarstrom produziert als 2008. Diese Entwicklung geht nun beschleunigt weiter.

Mühleberg Ver-fahren: Die GegnerInnen des AKW Mühleberg erhalten laut einem Zwischenentscheid des Bundesverwaltungsgerichts beschränkte Einsicht in interne Akten des Atomkraftwerks.

Telebärn informierte über die Lancierung unserer Kampagne: www.kyte.tv